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Iced Matcha Latte – was ist das und wie schmeckt er?
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Iced Matcha Latte – was ist das und wie schmeckt er?

Grüner Matcha, kalte Milch und Eis: So kommt ein Iced Matcha Latte ins Glas. Wer ihn zum ersten Mal vor sich hat, fragt sich oft, was genau darin steckt und ob er eher nach Tee, nach Milch oder nach etwas ganz anderem schmeckt. Dieser Artikel erklärt, was Matcha ist, woraus ein Iced Matcha Latte besteht und wie er schmeckt. Außerdem erfährst du, wie die Zubereitung funktioniert, welche Milch passt und was hinter Varianten wie dem Iced Strawberry Matcha Latte steckt.

Ein Iced Matcha Latte ist ein kaltes Getränk aus Matcha-Pulver, das mit wenig heißem Wasser aufgeschlagen und anschließend über kalte Milch mit Eis gegossen wird. Er schmeckt grasig-frisch mit einer Umami-Note und je nach Matcha-Sorte leicht herb bis bitter; die Milch macht ihn cremig und runder. Vom heißen Matcha Latte unterscheidet er sich durch die kalte Milch und das Eis, die Matcha-Basis ist dieselbe.

Was ist Matcha?

Matcha ist fein vermahlener grüner Tee mit einer besonderen Herstellung. Der Name bedeutet auf Japanisch „gemahlener Tee“. Nach dem Grüntee-Kennzeichnungsstandard des japanischen Teeverbands entsteht Matcha aus Tencha. Für Tencha werden die Teepflanzen etwa zwei bis drei Wochen vor der Ernte beschattet, die Blätter anschließend gedämpft und ohne Rollen getrocknet. Erst danach wird der Tee mit einer Steinmühle oder einer gleichwertigen Mühle zu feinem Pulver vermahlen.

Nicht jedes grüne Teepulver ist nach diesem Standard Matcha. Wird ein anderer Tee wie Sencha einfach gemahlen, heißt das Ergebnis dort Pulvertee (Funmatsucha). Der japanische Standard ist ein Branchenstandard für Japan und in Deutschland nicht verbindlich.

Ein weiterer Unterschied zum klassischen Grüntee: Matcha wird nicht abgefiltert. Du trinkst das Pulver vollständig mit, wie die Verbraucherzentrale erklärt.

Was ist ein Iced Matcha Latte?

Im Kern besteht das Getränk aus vier Bestandteilen: Matcha-Pulver, wenig heißem Wasser, kalter Milch oder einem Pflanzendrink und Eis. Süße ist optional. Das Prinzip zeigt das Iced-Matcha-Latte-Rezept des Kyotoer Teehauses Ippodo: Zuerst wird der Matcha mit Wasser zu einer Basis aufgeschlagen, erst dann kommt er mit Milch zusammen. Matcha-Basis und Milch nimmt das Rezept etwa im Verhältnis 1:1.

Beim heißen Matcha Latte bleibt die Matcha-Basis gleich, statt kalter Milch und Eis kommt jedoch warme oder aufgeschäumte Milch dazu. Davon zu unterscheiden ist der Iced Matcha: Er wird ohne Milch zubereitet, nur mit Matcha, Wasser und Eis. Ippodo führt beide Getränke als getrennte Rezepte.

Iced Matcha Latte, Matcha Latte und Iced Matcha im Vergleich

Getränk Matcha-Basis Milch Temperatur
Iced Matcha Latte Matcha, mit wenig heißem Wasser aufgeschlagen kalte Milch oder Pflanzendrink kalt, mit Eis
Matcha Latte (heiß) Matcha, mit wenig heißem Wasser aufgeschlagen warme oder aufgeschäumte Milch heiß
Iced Matcha Matcha mit Wasser keine kalt, mit Eis

Wie schmeckt ein Iced Matcha Latte?

Der Geschmack setzt sich aus zwei Seiten zusammen: dem Matcha und der Milch.

Der Matcha: grasig, umami, leicht herb

Japanischer Tee hat von Natur aus herbe, trockene und bittere Anteile. Ippodo vergleicht die Gewöhnung an diese Noten in seinen Antworten zu bitterem Tee mit der Gewöhnung an die Bitterkeit von Kaffee.

Dazu kommt Umami. Eine Übersichtsarbeit in der Fachzeitschrift Molecules beschreibt, dass die Beschattung der Teepflanzen den Gehalt an Theanin erhöht. Theanin trägt zum Umami und zu einem weniger bitteren Geschmack bei.

Die Milch: cremig und rund

Ippodo beschreibt den Matcha Latte als Verbindung aus dem frischen, grünen „Biss“ des Matcha und der Cremigkeit der Milch. Beim Iced Matcha Latte kommen kalte Milch und Eis hinzu, sodass du ihn eiskalt trinkst.

Welche Rolle die Matcha-Sorte spielt

Wie herb oder cremig der Latte ausfällt, hängt auch vom Matcha selbst ab. Laut dem Matcha-Latte-Ratgeber von Ippodo gleichen leichtere Sorten mit mehr Herbe die Süße der Milch aus. Vollmundigere Sorten mit weniger Herbe und mehr Süße ergeben dagegen einen besonders cremigen Latte.

Iced Matcha Latte: Zubereitung in vier Schritten

Das Rezept von Ippodo nennt für ein Glas diese Zutaten: 3 g Matcha-Pulver, 100 ml Wasser mit 80 °C, 100 ml kalte Milch und Eis. Die Zubereitung läuft in vier Schritten:

  1. Sieben: 3 g Matcha-Pulver durch ein feines Sieb geben.
  2. Aufschlagen: 100 ml Wasser mit 80 °C dazugießen und den Matcha 15 Sekunden kräftig aufschlagen.
  3. Glas vorbereiten: 100 ml kalte Milch und Eis in ein Glas geben.
  4. Aufgießen: Die Matcha-Basis über Milch und Eis gießen.

Die 3 g sind die Pulvermenge dieses einen Rezepts. Die Verbraucherzentrale rät vorsorglich zu höchstens 1 g Matcha-Pulver pro Tasse oder Glas und höchstens dreimal täglich, wenn die Packung keine eigene Verzehrempfehlung nennt. Die Rezeptmenge liegt damit über diesem Vorsorgewert. Achte deshalb auf die Verzehrempfehlung auf der Packung deines Matcha. Wenn du es süßer magst, kannst du die Matcha-Basis vor dem Aufgießen süßen.

Welche Milch passt zum Iced Matcha Latte?

Eine feste Regel gibt es nicht. Ippodo empfiehlt für den Matcha Latte schlicht die eigene Lieblingsmilch und nutzt selbst oft Sojamilch, weil sie geschmacklich rund ist. Kuhmilch, Haferdrink, Mandeldrink oder Kokosmilch kommen damit ebenso infrage. Das Zubereitungsprinzip bleibt bei jeder Milch gleich.

Iced Matcha Latte mit Kokosmilch

Auch für einen Iced Matcha Latte mit Kokosmilch schlägst du zuerst die Matcha-Basis auf und gießt sie dann über kalte Kokosmilch und Eis. Ob dir die Kombination schmeckt, findest du am besten selbst heraus. Wenn sie dir noch nicht zusagt, kannst du an der Matcha-Sorte drehen: Eine vollmundigere Sorte ergibt laut Ippodo einen besonders cremigen Latte, eine leichtere mit mehr Herbe gleicht die Süße der Milch aus.

Iced Strawberry Matcha Latte und andere Varianten

Neben der klassischen Version aus Matcha, Milch und Eis gibt es Varianten mit zusätzlichen Zutaten. Beim Iced Strawberry Matcha Latte kommt, wie der Name sagt, Erdbeere zu Matcha und Milch hinzu. In welcher Form die Erdbeere ins Glas kommt und wie süß das Getränk ausfällt, hängt vom jeweiligen Rezept ab.

Die schlichteste Variante ist der Iced Matcha ohne Milch. Er besteht nur aus Matcha, Wasser und Eis.

Worauf du beim Matcha-Pulver achten kannst

Manche Matcha-Pulver werden als „Ceremonial Grade“ verkauft. Diese Bezeichnung ist kein offizielles Gütesiegel. Laut Ippodo wurde sie für das Marketing im Westen erfunden und wird in Japan nicht verwendet.

Bei Fertigmischungen lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste. Manche Produkte enthalten laut Verbraucherzentrale nur 0,5 bis 2 Prozent Matcha.

Matcha Kiss bei Crunkie

Bei Crunkie trägt einer der Cookies Matcha im Namen: der Matcha Kiss. Die Cookies von Crunkie sind handgemacht. Mehr über Crunkie erfährst du auf der Website der Marke.

Häufige Fragen zum Iced Matcha Latte

Ist Matcha dasselbe wie grüner Tee?

Matcha ist eine besondere Form von grünem Tee. Beim aufgebrühten Grüntee trinkst du nur den Aufguss, bei Matcha das ganze vermahlene Blatt. Nach japanischem Standard stammt Matcha zudem aus beschattetem, ungerolltem Tencha.

Wie wird ein Iced Matcha Latte weniger bitter?

Ippodo rät bei zu bitterem Tee zu weniger Pulver und einer niedrigeren Wassertemperatur. Auch eine vollmundigere Matcha-Sorte mit weniger Herbe kann den Latte runder machen.

Ist ein Iced Matcha Latte süß?

Von sich aus nicht. Matcha schmeckt grasig und leicht herb, die Milch bringt eine milde Süße mit. Zusätzliche Süße wie Zucker, Honig oder Sirup ist optional und hängt vom Rezept ab.

Neugierig auf den Matcha Kiss? Im Crunkie-Sortiment findest du ihn zusammen mit allen anderen Sorten.

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