Für die klassische Matcha Zubereitung siebst du das Pulver in eine vorgewärmte Schale, gießt heißes, aber nicht kochendes Wasser von etwa 80 °C darauf und schlägst beides rund 15 Sekunden mit einem eingeweichten Bambusbesen (Chasen) auf: locker aus dem Handgelenk, im Zickzack vor und zurück statt im Kreis. Japanische Teehäuser nehmen dafür 1,5 bis 2 g Matcha auf 60 bis 70 ml Wasser. Die Verbraucherzentrale NRW rät, dich an die Hinweise auf der Packung zu halten, und empfiehlt ohne solche Hinweise vorsorglich höchstens 1 g pro Tasse. Ohne Besen klappt es mit einem elektrischen Milchaufschäumer (15 bis 30 Sekunden, gröbere Bläschen) oder durch Schütteln mit kaltem Wasser in einer verschlossenen Flasche.
Was du für die Matcha Zubereitung brauchst
Matcha ist fein vermahlener Grüntee, der nicht abgefiltert, sondern vollständig mitgetrunken wird. Deshalb wird er nicht aufgegossen wie Teeblätter, sondern im Wasser verteilt und aufgeschlagen. Für eine Schale brauchst du:
- Matcha-Pulver: 1,5 bis 2 g nach den Anleitungen japanischer Teehäuser oder die Menge laut Packung (mehr dazu weiter unten)
- Ein feines Sieb: Matcha neigt zur Klümpchenbildung, Sieben beugt dem vor
- Eine Schale mit genug Platz für die Bewegung beim Aufschlagen
- Einen Matcha-Besen (Chasen) oder eine der Alternativen ohne Besen
- Wasser mit etwa 80 °C, also heiß, aber nicht sprudelnd kochend
Matcha Tee zubereiten: Usucha Schritt für Schritt
Das Grundrezept ist Usucha, der dünne Matcha mit weniger Pulver und mehr Wasser, meist schaumig geschlagen. Der folgende Ablauf fasst die Anleitungen der japanischen Teehäuser Ippodo und Yamamasa Koyamaen sowie eine von Marukyu Koyama-en unterstützte Anleitung zusammen:
- Besen einweichen: Stell die Spitzen des Chasen etwa 1 bis 2 Minuten in Wasser. Laut Ippodo werden sie dadurch geschmeidiger und brechen weniger leicht.
- Schale vorwärmen: Gieß heißes Wasser in die Schale und schwenke den Besen kurz darin. Danach das Wasser weggießen und die Schale trocken wischen.
- Matcha sieben: Siebe 1,5 bis 2 g Pulver in die Schale. Ippodo setzt 2 g mit einem gestrichenen Teelöffel gleich.
- Wasser zugeben: 60 ml laut Ippodo, etwa 70 ml laut Yamamasa Koyamaen, jeweils mit 80 °C.
- Aufschlagen: Schlag Pulver und Wasser etwa 15 Sekunden zügig im Zickzack vor und zurück auf, bis sich feiner Schaum bildet.
- Schaum verfeinern und trinken: Zieh den Besen zum Schluss langsam über die Oberfläche, damit die Bläschen feiner werden, und heb ihn behutsam heraus. Trink den Matcha gleich. Laut Ippodo ist eine zügige Zubereitung der Schlüssel zum vollen Aroma.
Welche Wassertemperatur ist richtig?
Ippodo und Yamamasa Koyamaen nennen übereinstimmend 80 °C, sowohl für Usucha als auch für Koicha. Die von Marukyu Koyama-en unterstützte Anleitung arbeitet mit frisch gekochtem Wasser, das zuerst in einen Messbecher gegossen wird. Ob es dabei auf eine bestimmte Temperatur abkühlen soll, sagt sie nicht. Am besten belegt ist damit die Faustregel: heiß, aber nicht kochend, etwa 80 °C.
Wie viel Matcha pro Tasse?
Eine einheitliche Menge gibt es nicht. Die Teehäuser nennen für ihre Rezepte folgende Werte:
| Zubereitung | Matcha | Wasser | Aufschlagen |
|---|---|---|---|
| Usucha (Ippodo) | 2 g | 60 ml, 80 °C | 15 Sekunden kräftig |
| Usucha (Yamamasa Koyamaen) | 1,5 bis 2 g | ca. 70 ml, 80 °C | ca. 15 Sekunden zügig |
| Koicha (Ippodo) | 4 g | 30 ml, 80 °C | 15 Sekunden langsam verrühren |
| Geschüttelt (Ippodo) | 1 g | 100 ml Eiswasser | in der Flasche schütteln |
Diese Mengen sind Rezeptangaben der Hersteller und keine Verzehrempfehlung. Weil das Pulver vollständig mitgetrunken wird, rät die Verbraucherzentrale NRW, die Zubereitungs- und Verzehrhinweise auf der Packung zu beachten. Fehlen solche Hinweise, empfiehlt sie vorsorglich höchstens 1 g Pulver pro Tasse und höchstens drei Tassen am Tag. Sie begründet das mit möglichen Aluminiumgehalten. Hintergrund ist unter anderem eine Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) von 2019 zu drei einzelnen hoch belasteten Proben. Das BfR betont, dass sich daraus keine Rückschlüsse auf übliche Gehalte oder auf Matcha insgesamt ziehen lassen. Orientiere dich also an deiner Packung und nimm ohne Angabe lieber weniger Pulver.
Koicha: die dicke Variante
Koicha, der dicke Matcha, arbeitet mit etwa doppelter Pulvermenge und halber Wassermenge: Ippodo nimmt 4 g auf 30 ml. Hier wird nicht schaumig geschlagen, sondern 15 Sekunden langsam verrührt, bis eine dicke, glänzende Masse entsteht. Koicha wird vor allem bei Teezeremonien und formellen Anlässen serviert. Auch für Koicha gilt der Dosierungshinweis der Verbraucherzentrale NRW.
Matcha Besen: So schlägst du richtig auf
Der Chasen ist ein aus Bambus geschnitzter Besen. Laut Ippodo sind seine feinen, federnden Spitzen der Grund, warum er das Pulver gründlich mit dem Wasser verbindet, ohne die Schale zu beschädigen. Auf die Technik kommt es dabei mehr an als auf Kraft:
- Haltung: Halte den Besen locker mit gestreckten Fingern und fixiere die Schale mit der anderen Hand.
- Bewegung: Die Bewegung kommt nur aus dem Handgelenk, als Zickzack vor und zurück, ähnlich einem „M“. Kreisendes Rühren wie bei Sahne oder Eiern ist hier nicht gemeint. Laut Ippodo verwirbelt die Zickzack-Bewegung den Matcha schneller.
- Druck: Schab nicht stark über den Boden der Schale. Die vordere und hintere Wand darfst du berühren.
- Dauer: Nach etwa 15 Sekunden ist der Matcha fertig. Ippodo rät, dann aufzuhören, weil längeres Schlagen ihn bitterer mache. Das ist eine Erfahrung des Teehauses, kein geprüfter Messwert.
Für den Anfang empfiehlt Ippodo, langsam zu beginnen oder die Bewegung erst mit reinem Wasser zu üben.
Muss Matcha schäumen?
Nein. Schaum ist kein Qualitätsmerkmal, das immer erreicht werden muss. Ippodo bereitet Matcha bewusst auch ohne Schaum zu, indem langsamer geschlagen wird. Laut dem Teehaus schmeckt er dann klarer. Auch die Anleitung mit Marukyu Koyama-en nennt das Schlagen ohne Schaum als Möglichkeit. Wenn du Schaum möchtest, hilft die Zickzack-Bewegung, denn sie verwirbelt den Matcha laut Ippodo schneller als Kreisen.
Den Matcha Besen pflegen
Ein Chasen hält länger, wenn du ihn richtig behandelst. Ippodo empfiehlt:
- Vor dem Gebrauch die Spitzen 1 bis 2 Minuten in Wasser einweichen.
- Nach dem Gebrauch nur mit Wasser ausspülen, ohne Spülmittel, und anhaftendes Pulver sanft entfernen.
- An der Luft trocknen lassen, am besten auf einem Besenhalter (Chasen-tate), der die Form der Spitzen erhält.
- Nicht in der Versandhülle aufbewahren, weil sich darin Schimmel bilden kann.
- Ersetzen, wenn viele Spitzen gebrochen sind.
Außerdem solltest du mit dem Chasen nur Matcha und Wasser aufschlagen. Für ein Getränk mit Milch schlägt Ippodo den Matcha erst mit Wasser auf und gibt die Milch danach dazu.
Matcha ohne Besen: Diese Alternativen funktionieren
Ein Bambusbesen ist praktisch, aber kein Muss. Ippodo hat nach eigenen Angaben Gabeln, Mixer und verschiedene Matcha-Gadgets ausprobiert und hält den Chasen trotzdem für das beste Werkzeug. Einzelne Testergebnisse veröffentlicht das Teehaus nicht, und es verkauft selbst Besen. Lies das deshalb als Einschätzung eines Herstellers. Für zu Hause gibt es zwei gut beschriebene Wege.
Mit dem Milchaufschäumer
Ein elektrischer Milchaufschäumer löst Klümpchen gut auf. Remy Morimoto Park, Gründerin eines Matcha-Unternehmens, empfiehlt im US-Food-Magazin Chowhound, das Pulver auch hier vorher zu sieben und den Aufschäumer 15 bis 30 Sekunden laufen zu lassen. Der Unterschied liegt im Schaum: Der Chasen erzeugt feinen Mikroschaum, der Aufschäumer gröbere Bläschen. Zu viel Pulver begünstigt laut ihr außerdem Klümpchen.
Schütteln in der Flasche
Für kalten Matcha brauchst du gar kein Werkzeug. Ippodo beschreibt geschüttelten Matcha als eigenes, einfaches Rezept: 1 g Matcha in eine verschließbare Trinkflasche sieben, 100 ml Eiswasser dazugeben, Deckel zu und schütteln.
Und der Schneebesen aus der Küche?
Ein kleiner Schneebesen aus Metall wird oft als Ersatz genannt. Einen dokumentierten Vergleich mit dem Chasen gibt es in den hier genutzten Quellen nicht. Du kannst ihn ausprobieren, solltest aber nicht dasselbe Ergebnis erwarten. Auch hier hilft es, vorher zu sieben.
| Methode | Ergebnis | Gut zu wissen |
|---|---|---|
| Bambusbesen (Chasen) | Feiner Mikroschaum | Ca. 15 Sekunden im Zickzack; vorher einweichen |
| Elektrischer Milchaufschäumer | Klümpchenfrei, gröbere Bläschen | 15 bis 30 Sekunden; vorher sieben |
| Flasche schütteln | Kalter Matcha | Ippodo-Rezept: 1 g auf 100 ml Eiswasser |
| Kleiner Schneebesen | Nicht belastbar belegt | Möglich, aber ohne dokumentierten Vergleich |
Typische Fehler bei der Matcha Zubereitung
| Fehler | Was passiert | Besser so |
|---|---|---|
| Pulver nicht gesiebt | Klümpchen in der Schale | Matcha vor dem Aufgießen durch ein feines Sieb geben |
| Zu viel Pulver | Klümpchen werden wahrscheinlicher | An die Menge laut Packung halten |
| Sprudelnd kochendes Wasser | Entspricht nicht den Anleitungen der Teehäuser | Wasser auf etwa 80 °C abkühlen lassen |
| Im Kreis gerührt | Der Matcha verwirbelt langsamer | Im Zickzack vor und zurück aufschlagen |
| Zu lange geschlagen | Laut Ippodo wird der Matcha bitterer | Nach etwa 15 Sekunden aufhören |
| Trockenen Besen benutzt | Die Spitzen sind spröde und brechen leichter | Spitzen 1 bis 2 Minuten einweichen |
| Matcha stehen gelassen | Volles Aroma braucht laut Ippodo eine zügige Zubereitung | Direkt nach dem Aufschlagen trinken |
Quellen: Ippodo (Sieben, Temperatur, Technik, Dauer, Einweichen, sofort trinken), Yamamasa Koyamaen (Sieben, Temperatur), Chowhound (Pulvermenge).
Häufige Fragen zur Matcha Zubereitung
Ist ein Riss im Griff des Bambusbesens ein Problem?
In der Regel nicht. Laut Ippodo verhindert die Fadenbindung an der Basis des Besens, dass ein Riss weiterreißt. Viele der Besen, die das Teehaus täglich nutzt, haben solche Risse. Ersetzen solltest du den Chasen erst, wenn viele Spitzen gebrochen sind.
Wie bewahre ich Matcha nach dem Öffnen auf?
Geschützt vor Sonne, Wärme, Feuchtigkeit und starken Gerüchen. Ippodo hält Raumtemperatur für geöffnete Packungen für in Ordnung und empfiehlt, den Tee für das beste Aroma innerhalb von etwa einem Monat zu verbrauchen. Das ist die Empfehlung eines Teehauses für die eigenen Produkte. Halte dich im Zweifel an die Angaben auf deiner Packung.
Der Matcha Kiss von Crunkie
Matcha muss nicht immer aus der Schale kommen. Bei Crunkie trägt ein Cookie Matcha im Namen: der Matcha Kiss. Die Cookies von Crunkie sind handgemacht, und jeder Cookie wiegt laut Crunkie 110 g. Den Matcha Kiss und alle Cookie-Sorten findest du auf der Website.
Wer steckt hinter Crunkie? Auf der Website erfährst du mehr über die Marke und ihre handgemachten XL-Cookies.



